Ustrinkata

"Endspiel – Arno Camenischs kleines Epos auf dieses surselvische Dorf ist darum nicht nur ein «Gebet final» am Ende der Tage. Es ist auch ein mit ebenso viel Witz wie Einfühlungskraft gestalteter Hymnus auf das Vermögen der Dichtung, Zeugnis vom Verschwundenen abzulegen und es geradezu im Bewahren neu zu schaffen und in der Kunst des Fabulierens wieder hervorzubringen." – Neue Zürcher Zeitung

"Surreal nüchtern bleiben die Figuren, kein Lallen stört ihren Sermon je. Genau diese Abkehr vom Erwartbaren aber wird zur eigentlichen Stärke von Ustrinkata. Denn nur so kann Arno Camenisch für seine kauzigen Charaktere eine ungemein klangmächtige Wörtersymphonie komponieren. Ustrinkata ist nicht nur der Abgesang auf eine Kneipe und eine Metapher für die Vergänglichkeit allen Strebens. Die Erzählung bildet auch den Abschluss der Graubündener Trilogie, die 2009 mit dem Debütbuch „Sez Ner“ begann und 2010 mit der Prosa „Hinter dem Bahnhof“ fortgesetzt wurde. Ustrinkata vollendet das Ganze nun mit stilistischer Bravour." – Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Kritiker außerhalb der Schweiz sind begeistert, weil Camenisch Themen anspricht, die nicht nur in Graubünden anzutreffen sind, sondern ihre Gültigkeit in anderen Teilen der Welt haben." – der Freitag, Berlin

"Ein vollkommener Prosatext. Ustrinkata heißt das kleine Wunderwerk. Ein grandios komponiertes Stück Musikprosa." – Tageszeitung Junge Welt, Berlin

"Camenisch, auf der Höhe seiner Kunst, hat genau hingehört und mit Ustrinkata eine Tragikomödie geschaffen, die den kleinen Leuten mit ihren Ritualen ein Denkmal setzt. Kein Wort am falschen Platz, wunderbarer Sound - einfach grossartig!" – Rolling Stone

"Kaum ein anderes Buch hat die Schweiz in jüngster Zeit so elektrisiert wie der Roman "Ustrinkata" des Bündners Arno Camenisch. Ein Buch wie ein Stück lebendige Volkskultur, ein höchst vitaler, mit bündnerdeutschen, rätoromanischen und italienischen Anklängen versetzter Text, in dem sich eine Erzählerstimme raffiniert mit denjenigen von Figuren zusammenfindet und ein ganzes Panoptikum an Erlebnissen und Geschichten entwickelt wird. Ein Abgesang auf eine untergehende Zeit, der wie ein Musikstück aus verschiedenen, sich ablösenden und sich kontrastierenden Stimmen besteht, den lokalen Rahmen transzendiert und zu einem apokalyptischen Reigen wird." – Nachtkritik

"Camenisch ist so etwas wie das literarische Wunderkind der Schweiz der letzten Jahre. Seine Beobachtungsgabe ist geradezu beängstigend präzis und er hat eine höchst originelle Sprache." – Strapazin

"Il lavoro di Arno Camenisch è davvèro singolare." – Il Foglio